Szeneninformationen
Charaktere: Aureon Draconis &
Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 14.06.2025
Triggerwarnung: FSK 18
Ort: Anwesen des Ursprungs
Ich verlor mich vollkommen in diesem Kuss. So oft hatte ich mir ausgemalt, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn unsere Lippen sich endlich berührten, doch keine Erinnerung, kein Traum und keine Hoffnung kam auch nur annähernd an diesen einen Augenblick heran. Es fühlte sich an, als würden all die Jahrhunderte der Einsamkeit, der Schmerzen und der Dunkelheit mit einem Mal von mir abfallen. Als wir uns langsam voneinander lösten, blieb ich ganz nah bei ihm und öffnete nur zögerlich die Augen. Mein Blick fand sofort den seinen und ich lächelte, während meine Finger sanft über seine Wange strichen. Noch immer konnte ich kaum glauben, dass ich ihn wirklich berühren durfte und dass mir dieser Moment nicht gleich wieder genommen wurde. Seine Worte ließen mein Herz schneller schlagen. Ich sah die Ehrlichkeit in seinen Augen, hörte jedes einzelne Wort und spürte, wie etwas in mir heil wurde, das ich längst verloren geglaubt hatte. Langsam schüttelte ich den Kopf und ein leises Lachen, erfüllt von Glück, entkam mir.
Dann war ich niemals allein, flüsterte ich sanft.
Selbst als ich glaubte, nur noch Dunkelheit um mich herum zu haben... war deine Liebe immer irgendwo bei mir. Ich legte meine Stirn erneut gegen seine und schloss für einen Moment die Augen.Meine Hand glitt hinunter zu seiner und ich verschränkte unsere Finger ineinander. Die Wärme seiner Haut fühlte sich so lebendig an, dass ich sie am liebsten nie wieder losgelassen hätte.
Sie haben versucht, mich zu brechen, indem sie mich glauben ließen, ich wäre vergessen worden. Dass niemand mehr auf mich warten würde. Sie haben mir erzählt, du wärst längst gestorben oder hättest mich aufgegeben. Manchmal wiederholten sie diese Lügen tagelang, nur um zu sehen, ob mein Wille zerbricht. Ich hob den Blick wieder und lächelte ihn voller Liebe an.
Doch tief in meinem Herzen wusste ich immer, dass sie logen. Denn wenn es einen Menschen gibt, der selbst die Ewigkeit herausfordern würde, dann bist du es. Vorsichtig strich ich mit meinem Daumen über seine Lippen, genau dort, wo eben noch meine gewesen waren.
Jetzt weiß ich auch, warum mein Herz niemals aufgehört hat zu schlagen. Es hat all die Zeit nur auf diesen Moment gewartet. Als er mich erneut küsste, erwiderte ich den Kuss ohne zu zögern. Diesmal lag keine Unsicherheit mehr darin, sondern eine tiefe Vertrautheit, als hätten unsere Seelen diesen Augenblick schon unzählige Male erlebt. Ich schmiegte mich näher an ihn, legte meine Arme sanft um seinen Nacken und blieb noch einen Moment an seiner Stirn, nachdem unsere Lippen sich wieder getrennt hatten.
Versprich mir nur eines. Nicht, dass du mich für alle Ewigkeit liebst. Das weiß ich längst. Versprich mir, dass wir die Ewigkeit, die man uns gestohlen hat, gemeinsam zurückholen. Ich möchte mit dir jeden Sonnenaufgang sehen, jede Jahreszeit erleben, lachen, reisen und einfach leben. Zum ersten Mal möchte ich nicht nur überleben... ich möchte mit dir glücklich sein.