Szeneninformationen
Charaktere: Aureon Draconis &
Elysara Veyrathis &
Saito Reyes &
Nevara Skaldorm &
Damien Kurogane &
Kaelith Ember &
Taron Valen &
Liora Caelia Fernwood &
Kaiton Khan &
Nerissa Elaris Vaelor
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 11.06.2025
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Villa - Gefängnis aus Eis
Ich hatte meine Frage nicht gestellt, weil ich Aureon misstraute. Es war vielmehr der Respekt vor einer Macht, die älter war als alles, was ich je gekannt hatte. Als Kaiton mir antwortete, nickte ich langsam. Ich vertraute seinem Urteil. Wenn jemand von den Drachen überzeugt war, dass Aureon nicht die Gefahr war, vor der man sich fürchten musste, dann genügte mir das. Gemeinsam folgte ich den anderen hinunter und schon nach den ersten Schritten spürte ich wieder diese uralte Präsenz. Sie lag nicht schwer auf meinen Schultern, sondern umgab mich wie die tiefsten Strömungen des Ozeans. Still beobachtete ich, wie einer nach dem anderen die Augen schloss und den Stimmen ihrer Väter lauschte. Als sich die verschiedenen Siegel nacheinander erhoben, konnte ich den Blick kaum von ihnen lösen. Jedes war einzigartig, als würde es den Drachen widerspiegeln, der es erschaffen hatte. Besonders als Kaitons Windsiegel entstand und sich wie lebendige Luft durch den Raum bewegte, musste ich unwillkürlich lächeln. Es passte zu ihm. Frei, kraftvoll und ständig in Bewegung. Als Aureon schließlich die Siegel mit seiner Lanze zerschlug, veränderte sich die Atmosphäre mit jedem Schlag. Die Magie der Drachen wurde greifbar und selbst ich konnte spüren, wie etwas Altes und Mächtiges in ihnen erwachte. Als Aureon seine wahre Gestalt offenbarte und den Raum verließ, blieb ich schweigend an Kaitons Seite stehen. Die Stille fühlte sich plötzlich viel größer an. Erst als er zurückkehrte, löste ich den Blick von der Tür. Die Frau in seinen Armen ließ mein Herz schwer werden. Sie war wunderschön, selbst in ihrer Schwäche, doch ihre Erschöpfung war nicht zu übersehen. Es wirkte, als hätte man ihr über eine Ewigkeit hinweg jedes bisschen Kraft geraubt. Als sie sich trotz ihres Zustands dem kleinen Feuerfuchs zuwandte und mit den letzten Reserven ihrer Magie die verbliebene Dunkelheit aus ihm zog, spürte ich, wie sich meine Kehle zuschnürte. Sie hätte jedes Recht gehabt, nur an sich selbst zu denken, und doch setzte sie ihre ersten Kräfte dafür ein, jemand anderem zu helfen. Für mich sagte das mehr über ihren Charakter aus als jede Geschichte, die man über sie hätte erzählen können. Ich trat unbewusst etwas näher an Kaiton heran und legte meine Hand in seine.
Jetzt verstehe ich. Nicht ihre Macht macht sie so besonders... sondern ihr Herz. Sie hatten eine einzigartige Verbindung die man nicht nur sah sondern auch spürte.