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Von Feuer und Ozean
06-30-2026, 11:02 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Saito Reyes & Nevara Skaldorm
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 10.06.2025
Triggerwarnung: FSK 21
Ort: Sol Crown Bar - Penthouse
Ich nahm das Tablett entgegen, als Rika es mir mit einem dankbaren Lächeln in die Hände drückte. Sie musste nichts sagen. Der leicht gerötete Ausdruck in ihrem Gesicht und die Art, wie sie unbewusst über die Stelle strich, an der einer der Männer sie zuvor berührt hatte, reichten vollkommen aus. Ruhig nickte ich ihr zu, ehe ich mich mit den sechs Gläsern auf den Weg machte. Meine Schritte waren langsam, gleichmäßig und vollkommen lautlos. Das Stimmengewirr der Bar umgab mich wie das stetige Rauschen der Brandung, doch meine Aufmerksamkeit galt einzig dem Tisch vor mir. Kaum stellte ich das erste Glas ab, spürte ich bereits ihre Blicke auf mir. Gierig. Neugierig. Selbstgefällig. Genau so, wie ich es erwartet hatte. Na, Süße. Dich haben sie also geschickt?, grinste einer der Männer breit und ließ seinen Blick schamlos über meinen Körper wandern. Ich reagierte nicht darauf. Stattdessen stellte ich das nächste Glas ab, dann das dritte. Erst als eine fremde Hand versuchte, mein Handgelenk festzuhalten, blieb ich stehen. Langsam hob ich den Blick und sah dem Hexer direkt in die Augen. Ein einziges, ruhiges Lächeln legte sich auf meine Lippen. Wenn dir deine Finger lieb sind..., sagte ich mit einer Stimme, die kaum lauter als ein Flüstern war, ...würde ich sie jetzt wieder von mir nehmen. Für einen kurzen Moment zögerte er tatsächlich. Vielleicht lag es an meinem Blick. Vielleicht an etwas anderem. Doch der Werwolf neben ihm lachte nur rau auf und schlug seinem Freund gegen die Schulter. Die hat Biss. Gefällt mir. Ich entzog mich mühelos dem Griff, als hätte er mich nie berührt, stellte das letzte Glas auf den Tisch und wollte mich bereits wieder umdrehen, als etwas durch meinen Körper fuhr. Es war ein Ruf. Alt. Unendlich alt. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Tief in meiner Brust regte sich das Blut meines Vaters und für den Bruchteil einer Sekunde glaubte ich, das endlose Rauschen aller Ozeane gleichzeitig zu hören. Vor meinem inneren Auge erschien eine dunkelblaue Linie, die sich wie eine Strömung aus den Tiefen direkt auf mich zubewegte. Sie legte sich um mich, ohne mich zu berühren, und in derselben Sekunde wusste ich, dass irgendwo jemand erwacht war, dessen Schicksal nun mit meinem verbunden wurde. Der Sohn des Feuerfuchses... Gejagt. In Gefahr. Nie wieder Ketten. Worte, die nicht gesprochen wurden und dennoch älter waren als jede Sprache. Meine Augen schimmerten für den Bruchteil eines Herzschlags in einem tiefen Meeresblau, ehe das Leuchten wieder verschwand. Ich atmete ruhig aus, als wäre nichts geschehen. Doch ich wusste, dass irgendwo in diesem Raum noch jemand den Ruf empfangen hatte. Unauffällig glitt mein Blick für einen Moment zur hinteren Lounge, wo ich den Besitzer der feuerroten Linie sitzen sah so wie auch mein persönlicher feuersturm. Unsere Blicke begegneten sich nur flüchtig und ich grinste leicht. Mehr brauchte es nicht. Ich erkannte das uralte Feuer in ihm und wusste, dass auch er verstanden hatte.
Kaum machte ich den ersten Schritt, legte sich eine schwere Hand um mein Handgelenk. Fest. Besitzergreifend. Langsam senkte ich den Blick auf seine Finger, bevor ich den Mann ruhig ansah. Du gehst doch nicht schon wieder, Hübsche, grinste er schief. Wir haben doch gerade erst angefangen. Die anderen lachten zustimmend. Einer rückte einen Stuhl mit dem Fuß zur Seite und klopfte darauf. Setz dich doch zu uns. Ein hübsches Mädchen wie du muss doch nicht arbeiten. Ein anderer beugte sich ein Stück nach vorne. Oder brauchst du erst ein bisschen Überredung? Seine Finger streiften langsam über meine Hüfte, als wäre das das Natürlichste der Welt. Ich trat einen halben Schritt zurück und entzog mich seiner Berührung, ohne jede Hast. Meine Miene blieb vollkommen ruhig. Lasst mich los, sagte ich leise. Das ist eure letzte Warnung. Wieder brach Gelächter aus. Der Werwolf schnaubte nur belustigt und verschränkte die Arme. Habt ihr das gehört? Die Kleine verteilt Warnungen. Und was passiert, wenn wir nicht hören? höhnte der Hexer und griff erneut nach meinem Arm. Seine Finger schlossen sich diesmal fester um mein Handgelenk. Ich hob langsam den Blick und sah ihn direkt an. Meine Augen wirkten plötzlich dunkler, tiefer, als würde sich hinter ihnen das endlose Meer verbergen. Dann wird es unangenehm, antwortete ich vollkommen emotionslos. Er grinste nur noch breiter. Ich steh auf unangenehm. Für einen winzigen Moment herrschte Stille.Mit einer kaum sichtbaren Bewegung glitt mein Daumen über den Rand eines der Gläser. Niemand am Tisch bemerkte den winzigen Schimmer, der sich lautlos in jedem einzelnen Getränk verlor wie ein Tropfen Wasser im Ozean. Es war weder tödlich noch dauerhaft. Nur eine Lektion. Eine Mischung aus uralter Meeresmagie und einem Hauch des göttlichen Giftes, stark genug, um Stolz in Demut zu verwandeln. Ich löste mein Handgelenk mühelos aus seinem Griff, als hätte seine Kraft nie eine Rolle gespielt. Ihr solltet eure Getränke trinken, solange sie noch kalt sind, sagte ich ruhig. Vielleicht erinnert ihr euch danach daran, wie man Frauen behandelt. Der Hexer lachte nur laut auf. Na dann... auf die hübsche Kellnerin. Er hob sein Glas. Sofort stießen die anderen mit an und tranken in großen Schlucken. Ich beobachtete sie schweigend. Zunächst geschah nichts. Dann wurde das Lachen leiser. Einer verzog das Gesicht, als würde ihm plötzlich übel werden. Der Werwolf hielt sich die Schläfen, während der Hexer blinzelte und versuchte, sich aufrecht zu halten. Die Stimmen um sie herum wurden dumpf, jeder Laut hallte in ihren Köpfen nach wie die Brandung gegen scharfes Gestein. Ihre Glieder wurden schwer, ihre Mägen rebellierten und ein bitterer Geschmack breitete sich auf ihren Zungen aus, der sich mit keinem Getränk fortspülen ließ. Es war kein Gift, das verletzte. Es war eines, das erinnerte. Jedes Mal, wenn einer von ihnen künftig glaubte, eine Frau gegen ihren Willen berühren zu müssen, würde derselbe widerliche Geschmack zurückkehren, begleitet von Übelkeit und stechenden Kopfschmerzen, bis sie begriffen, dass Respekt keine Bitte war. Ich nahm das leere Tablett wieder auf, betrachtete die sechs Männer einen Moment lang und nickte leicht. Das war meine zweite und letzte Warnung, sagte ich ruhig, bevor ich mich umdrehte und mit derselben gelassenen Haltung weiter zwischen den Tischen des Sol Crown verschwand, als wäre nichts Besonderes geschehen, erst als ich alle bedient hatte und die kerle zur Toilette liefen ging ich rüber zu meinem Feuer, stellte ihn ein drink hin und beugte mich soweit nach vorne das er in meinen Auschnitt gucken konnte. Du hast es auch gespürt oder? Ich muss sagen das hat mich ziemlich scharf gemacht...  ich grinste ihn leicht an, bevor mein blick zurück ging als der Werwolf vom klo kam und sich den Magen hielt, ein kleines grinsen lag auf meinen Lippen.
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Von Feuer und Ozean - von Saito Reyes - 06-30-2026, 10:25 PM
RE: Von Feuer und Ozean - von Nevara Skaldorm - 06-30-2026, 11:02 PM
RE: Von Feuer und Ozean - von Saito Reyes - 07-01-2026, 12:28 AM
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RE: Von Feuer und Ozean - von Saito Reyes - 07-01-2026, 07:39 PM
RE: Von Feuer und Ozean - von Nevara Skaldorm - 07-01-2026, 08:26 PM
RE: Von Feuer und Ozean - von Saito Reyes - 07-01-2026, 09:10 PM
RE: Von Feuer und Ozean - von Nevara Skaldorm - 07-01-2026, 09:31 PM

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