Szeneninformationen
Charaktere: Damien Kurogane &
Kaelith Ember &
Kairas Echoveil &
Elira Yena Amezaw
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 10.06.2025
Triggerwarnung: FSK 21
Ort: Penthouse - Villa
Ich hatte mich unbewusst enger an Damien geschmiegt, als die Geräusche von draußen durch die Villa hallten. Auch wenn der Klangraum sie dämpfte und nur eine sanfte Melodie zu mir dringen ließ, konnte mein Herz den Kampf trotzdem spüren. Meine Ohren zuckten bei jedem dumpfen Grollen, während meine Schweife sich enger um uns legten, als wollten sie uns beide beschützen. Ich merkte kaum, dass ich mich an ihn klammerte. Es geschah einfach von selbst. Als seine Hand mir eine Strähne hinters Ohr strich, hob ich langsam den Blick. Seine ruhige Stimme ließ die Unruhe in meiner Brust ein wenig nach. Ich wollte ihm glauben. Tief in meinem Inneren tat ich das sogar bereits. Trotzdem blieb die Angst. Nicht um mich. Sondern um die Menschen, die meinetwegen dort draußen kämpften. Ich wollte nicht, dass jemand verletzt wurde, nur weil ich existierte. Dann spürte ich plötzlich, wie sich etwas in Damien veränderte. Der Drache in ihm erwachte erneut und glitt lautlos durch die geschlossene Tür. Ehrfürchtig sah ich ihm nach, bis er verschwunden war. Kurz darauf vibrierte die Luft. Eine leuchtend blaue Runenlinie zog sich durch den Boden, als würde sie einer uralten Straße folgen. Ich konnte ihren Klang hören. Er war anders als alles zuvor. Alt. Würdevoll. Stark. Meine Fuchsohren richteten sich aufmerksam auf und ich legte unbewusst eine Hand auf den Klangstein an meiner Brust. Mein Feuer antwortete auf diesen Ruf mit einem ruhigen Flackern. Als Damien begann, mir von den anderen Drachenkindern zu erzählen, hörte ich schweigend zu. Jeder einzelne Name malte Bilder in meinem Kopf. Wesen, die ich niemals gesehen hatte und die dennoch bereit waren, mich zu beschützen, obwohl sie mich gar nicht kannten. Es fiel mir schwer, das zu begreifen. Mein ganzes Leben lang war ich gejagt worden. Und nun schien es Menschen und Wesen zu geben, die sich freiwillig zwischen mich und die Dunkelheit stellten. Langsam senkte ich den Blick auf meine Hände.
Warum..., fragte ich leise und strich mit den Fingerspitzen über den Stoff seines Hemdes, das ich noch immer trug.
Warum tun sie das...? Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
Sie kennen mich doch gar nicht. Ich schwieg einen Moment und spürte, wie mein Herz schwer wurde.
Mein ganzes Leben lang war ich nur etwas, das man besitzen wollte. Niemand hat sich jemals vor mich gestellt. Vorsichtig hob ich den Kopf wieder und sah Damien an. Seine Nähe fühlte sich inzwischen so selbstverständlich an, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen konnte, wie leer sich die Welt ohne sie angefühlt hatte. Ganz langsam legte ich meine Stirn gegen seine Brust und lauschte seinem ruhigen Herzschlag.
Ich... habe Angst, dass sie wegen mir verletzt werden, gestand ich leise.
Kairas... Elira... du... und all die anderen, von denen du erzählt hast. Meine Schweife bewegten sich langsam um uns beide und ihre hellen Flammen warfen ein warmes Licht durch den Klangraum. Zum ersten Mal seit vielen Jahren war ich nicht mehr allein. Und genau deshalb hatte ich plötzlich etwas, das ich verlieren konnte. Dieser Gedanke machte mir mehr Angst als jede Kette, die ich jemals getragen hatte.
Das bin ich doch garnicht wert....meine Schwester...wird sie auch gejagt?