Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont &
Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Ich hatte wirklich geglaubt, wir hätten diesen Kampf hinter uns gelassen. Als ich die Erleichterung in den Augen meines Vaters sah, ließ ich die letzten Zweifel los. Langsam trat ich auf ihn zu. Trotz allem war er mein Vater. Trotz aller Lügen, aller Geheimnisse und all der Jahre, in denen er versucht hatte, mein Leben zu bestimmen. Als ich ihn in die Arme schloss, spürte ich, wie er für einen kurzen Moment zögerte. Dann erwiderte er die Umarmung. Ich schloss die Augen. Vielleicht konnte unsere Familie doch noch heilen. Im nächsten Augenblick spürte ich einen stechenden Schmerz, der mir den Atem raubte. Meine Augen rissen auf. Ungläubig blickte ich nach unten. Der silberne Griff eines Messers ragte aus meiner Brust. Mein Vater stand noch immer unmittelbar vor mir. Sein Arm war ausgestreckt. Sein Blick war nicht mehr voller Reue. Nur kalte Entschlossenheit lag darin. Ich brachte keinen Laut hervor. Die Luft blieb mir weg. Meine Beine gaben nach und ich spürte, wie die Kraft meinen Körper verließ. Noch bevor ich den Boden berührte, fing Lycaon mich auf. Ich hörte sein Flüstern kaum, doch seine Stimme drang wie ein Anker zu mir durch. Ich zwang mich, seinen Blick zu suchen und versuchte trotz des brennenden Schmerzes ruhig zu atmen. Dann erschütterte ein Grollen das gesamte Anwesen. Es war so tief und gewaltig, dass selbst mein Herz den Schlag für einen Moment auszusetzen schien. Das Haus bebte. Risse zogen sich durch Boden und Wände. Ich hob mühsam den Blick und sah Fenrath. Selbst der Himmel draußen verdunkelte sich, als würde der Mond seinen Zorn teilen. Ich spürte, wie Lycaon das Messer vorsichtig aus meiner Brust zog. Ein scharfer Schmerz durchfuhr meinen Körper und ich biss die Zähne zusammen. Seine Hand legte sich sofort auf die Wunde. Eine angenehme Wärme breitete sich aus und verdrängte langsam das Brennen des Silbers. Ich spürte seine Magie durch meinen Körper fließen und hielt mich an seiner Stimme fest. Mein Blick wanderte zu meinem Vater. Seine Wolfsgestalt war erschienen, doch sie wirkte nicht mehr stolz. Nicht mehr aufrecht. Als Fenrath ihn rief, kroch der Wolf zitternd über den Boden. Ehrfürchtig. Machtlos. Ich sah, wie Fenrath seine gewaltige Pranke auf ihn legte. Im selben Augenblick veränderte sich etwas. Selbst aus der Entfernung konnte ich fühlen, wie die Verbindung meines Vaters zum Mond zerriss. Seine Aura verschwand vollständig. Dort, wo eben noch der mächtige Alpha unseres Rudels gestanden hatte, blieb nur ein erschöpfter, alter Mann zurück. Ich hörte Fenraths Urteil und wusste augenblicklich, dass dagegen niemand Einspruch erheben konnte. Es war kein Zorn eines Herrschers. Es war das Urteil des Ursprungs selbst. Langsam hob ich eine zitternde Hand und legte sie auf Lycaons Arm.
Nicht.., brachte ich mühsam hervor. Jeder Atemzug schmerzte noch, obwohl die Wunde sich bereits schloss. Ich sah zu meinem Vater, der regungslos auf den Knien lag. In seinen Augen lag keine Macht mehr. Nur Leere. Ich schloss für einen Moment die Augen und atmete langsam aus.
Ich wollte... nie... dass es so endet. Als ich sie wieder öffnete, begegnete ich Lycaons Blick. Seine Berührung an meiner Wange und der sanfte Kuss auf meine Lippen holten mich endgültig zurück. Ich erwiderte ihn schwach und lehnte meine Stirn gegen seine.
Danke, flüsterte ich heise. Meine Finger fanden seine Hand und verschränkten sich mit ihr. Selbst der Schmerz in meiner Brust konnte dieses Gefühl nicht verdrängen. Ich wusste in diesem Moment nur eines mit absoluter Gewissheit: Solange er bei mir war, würde ich immer einen Weg zurückfinden. Mein Vater blieb reglos auf den Knien. Sein Atem ging schwer und zittrig, während er ungläubig auf seine eigenen Hände hinabblickte. Er versuchte instinktiv seine Aura freizusetzen, doch nichts geschah. Kein vertrautes Kribbeln, keine Macht, kein Echo des Mondes antwortete ihm. Langsam ballten sich seine Finger zu Fäusten, bevor sie kraftlos wieder erschlafften. Zum ersten Mal in seinem Leben war er kein Alpha mehr. Er war nur noch ein gewöhnlicher Mann. Seine Schultern sanken in sich zusammen und er hob den Blick zu mir. Tränen sammelten sich in seinen Augen, ohne dass er sie zurückhalten konnte.
Ich... habe meinen eigenen Sohn erst belogen... und dann versucht, ihn zu töten. Seine Stimme war rau und gebrochen. Sein Blick wanderte zu Fenrath, dann zu Lycaon und schließlich wieder zu mir. Nichts von seinem früheren Stolz war noch übrig.
Du hattest recht, Kael. Er atmete zitternd aus.
Ich wollte die Kontrolle behalten. Ich habe mir eingeredet, ich würde unser Rudel beschützen... dabei habe ich nur mich selbst beschützt. Langsam senkte er den Kopf.
Ich bin des Mondes nicht würdig gewesen. Für einen langen Moment sagte niemand etwas. Dann löste mein Vater langsam das Wappen der Ashcrofts von seiner Jacke. Das silberne Abzeichen, das seit Generationen jeder Rudelführer getragen hatte, lag schwer in seiner Hand. Mit zitternden Fingern stand er auf, ging langsam zu mir herüber und sank erneut auf ein Knie.
Ich habe kein Recht mehr, dieses Zeichen zu tragen. Behutsam legte er das Abzeichen in meine Hand.
Von diesem Augenblick an bist du der rechtmäßige Alpha der Ashcrofts. Er hob den Blick und begegnete meinen Augen.
Du brauchst mir nicht zu verzeihe, ich hätte niemals versuchen sollen dich zu töten....mach es anders als dein alter herr... Ich blickte meinen Vater an ich sagte nichts, bevor mein blick sich abwante, ich hatte gehofft es würde hier Glücklich enden und doch war er zu Stur und verlor nun alles was ihm so wichtig war, obwohl ich selbst nicht sicher war ob ich bereit war ein rudel anzuführen. Mein Wolf lag mittlerweile neben mir es ging ihn besser je mehr das Silber verschwand, ich hatte in den letzten tagen viel zu viel erlebt als all die jahre zuvor.