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Am Ende wirst du mir gehören
07-22-2026, 03:46 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont & Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Ich erwiderte seinen Blick ein letztes Mal, bevor ich zur Tür gegangen war. Seine Worte begleiteten mich bis zur Klinke. Zu wissen, dass er hinter mir stand, gab mir eine Ruhe, die ich noch vor wenigen Tagen für unmöglich gehalten hätte. Als ich die Tür öffnete und meinem Vater gegenüberstand, wusste ich bereits, dass dieses Gespräch alles verändern würde. Trotzdem blieb ich ruhig. Gemeinsam gingen wir in die Küche, wo Lycaon noch immer gelassen an der Arbeitsplatte stand. Ich bemerkte sofort, wie mein Vater seine Aura ausstreckte. Nicht bedrohlich, sondern prüfend. Doch schon nach wenigen Sekunden veränderte sich sein Blick. Seine Stirn legte sich in Falten. Er konnte Lycaon nicht einordnen. Seine Präsenz war weder die eines Omegas noch die eines Alphas. Sie war etwas völlig Eigenes. Als Lycaon ihn höflich begrüßte und ihm sogar Kaffee anbot, musste ich mir ein Schmunzeln verkneifen. Mein Vater ignorierte die Tasse vollkommen. Sein Blick blieb zuerst an dem Mal an meinem Hals hängen, dann glitt er zu Lycaons Arm, der sich selbstverständlich um meine Taille gelegt hatte. Seine Kiefermuskeln spannten sich an. Dann stellte Lycaon die Tasse ruhig ab und sprach seinen vollständigen Namen aus. “ Ich spürte förmlich, wie die Luft im Raum schwerer wurde. Mein Vater wiederholte den Namen langsam. Vaelmont... Fendir...“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Zum ersten Mal, seit ich denken konnte, sah ich echte Unsicherheit in seinen Augen. Er machte einen Schritt auf uns zu, ohne den Blick von Lycaon abzuwenden. Das ist unmöglich. Ich legte meine Hand über Lycaons und verschränkte unsere Finger. Nein, antwortete ich ruhig. Offenbar nicht. Mein Vater reagierte kaum auf meine Worte. Er starrte Lycaon weiter an, als würde er in ihm nach etwas suchen, das er längst verloren geglaubt hatte. Diesen Namen... trägt nur... Er brach mitten im Satz ab. Ich beobachtete ihn aufmerksam. Ich kannte ihn gut genug, um zu erkennen, dass in seinem Kopf Erinnerungen wach wurden. Erinnerungen an Geschichten, die mir als Kind nie erzählt worden waren. Schließlich hob er den Blick und sah mich an. Woher kennst du diesen Namen? Ich schüttelte langsam den Kopf. Die wichtigere Frage ist, warum ich ihn nie gekannt habe. Wieder entstand Schweigen. Diesmal war es schwer und drückend. Ich ließ den Blick nicht von meinem Vater. Du wusstest etwas, sagte ich ruhig. Vielleicht nicht alles. Aber genug, um es vor mir zu verbergen. Sein Gesicht blieb regungslos, doch sein Schweigen war Antwort genug. Ich atmete tief durch und spürte Lycaons Hand in meiner. Das gab mir die Kraft, meinem Vater weiterhin ohne Zögern in die Augen zu sehen. 

Mein Vater hielt meinem Blick noch einige Sekunden stand. Seine Miene blieb hart, doch ich konnte sehen, wie es hinter seinen Augen arbeitete. Schließlich stieß er hörbar die Luft aus und ein bitteres Lachen verließ seine Lippen. Also hat es sich tatsächlich erfüllt... Seine Stimme war kühl, beinahe verächtlich. Nach all den Jahren. Ich runzelte die Stirn. Wovon redest du? Er sah mich nun direkt an. Von einer Prophezeiung, die niemals hätte Wirklichkeit werden dürfen. Seine Worte trafen mich wie ein Schlag. Ich spürte, wie sich meine Finger unbewusst fester um Lycaons Hand schlossen. Du wusstest also davon. Es war keine Frage mehr. Mein Vater nickte langsam. Natürlich wusste ich davon. Er verschränkte die Arme vor der Brust. Jeder Rudelführer unserer Familie kennt sie. Sie wird seit Generationen weitergegeben. Seine Augen glitten kurz zu Lycaon. Und genau deshalb durfte sie niemals eintreten. Ich spürte, wie Wut in mir aufstieg. Deshalb? Meine Stimme wurde schärfer. Deshalb hast du mir nie etwas erzählt? Er begegnete meinem Blick ohne jedes schlechte Gewissen. Weil Prophezeiungen Menschen schwach machen. Seine Stimme blieb fest. Sie nehmen ihnen die Fähigkeit, selbst Entscheidungen zu treffen. Ich wollte keinen Sohn großziehen, der sein Leben nach einer alten Legende ausrichtet. Ich schüttelte langsam den Kopf. Nein. Meine Stimme wurde ruhiger, aber gefährlicher. Das war nicht der Grund. Er schwieg. Du hast mich geformt. Ich machte einen Schritt auf ihn zu. Du hast jeden Tag meines Lebens kontrolliert. Meine Ausbildung, meine Freunde, meine Arbeit, sogar meine Verlobung mit Evelyn. Ich sah ihn fest an. Du hast entschieden, wer ich sein soll. Sein Blick verhärtete sich. Ja Das Wort kam ohne Zögern. Weil du mein Erbe bist. Weil dieses Rudel einen starken Alpha braucht und keinen Mann, der sich von einem Schicksal lenken lässt. Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Du wolltest, dass ich meine eigene Luna finde. Er nickte. Natürlich wollte ich das. Eine Verbindung, die du selbst eingehst. Eine Alpha-Luna, die unserer Familie nützt. Keine uralte Bindung, die alles bestimmt.Und sicher kein Mann an deiner seite Seine Augen wanderten wieder zu Lycaon. Vor allem nicht mit einem Vaelmont. Ich ließ den Blick keine Sekunde von ihm. Also hast du gehofft, dass ich die wahre Bindung niemals erkenne. Nicht gehofft. Seine Stimme wurde eisig. Ich habe alles dafür getan. Für einen Moment wurde es vollkommen still. Ich hörte nur meinen eigenen Atem. Alles, woran ich mein Leben lang geglaubt hatte, bekam plötzlich Risse. Mein Vater hatte mich nicht beschützt. Er hatte versucht, mein Leben nach seinen Vorstellungen zu formen. Langsam hob ich den Kopf. Du hast mir meine Zukunft gestohlen. Er schnaubte verächtlich. Ich habe dir eine Zukunft gegeben. Ich schüttelte den Kopf. Nein. Meine Stimme war ruhig, aber jeder einzelne Laut war von Entschlossenheit getragen. Du hast versucht, sie mir vorzuschreiben. Ich trat einen halben Schritt zurück, bis ich Lycaons Schulter neben meiner spürte. Und genau deshalb wirst du heute akzeptieren müssen, dass ich meine Entscheidungen von jetzt an selbst treffe. Mein Vater sah zwischen uns hin und her. Sein Blick blieb schließlich auf unseren verschränkten Händen liegen. Er presste die Lippen zusammen, als würde allein dieser Anblick ihn provozieren. Dann hast du dich gegen deine Familie entschieden Ich akzeptierte es nicht das du weiterhin mein Sohn bist mit dieser Bindung! Keine Ashcroft!
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Nachrichten in diesem Thema
Am Ende wirst du mir gehören - von Lycaon Vaelmont - 07-20-2026, 02:27 PM
RE: Am Ende wirst du mir gehören - von Kael Draven Ashcroft - 07-22-2026, 03:46 PM

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