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Am Ende wirst du mir gehören
07-21-2026, 10:48 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont & Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Mit einem heftigen Atemzug schreckte ich aus der Dunkelheit hoch. Für einen Sekundenbruchteil war ich wieder in dieser Lagerhalle. Ich hörte die Schläge, roch Blut und verbranntes Metall, spürte das Silber in meinen Adern. Mein Herz raste, bis ich seine Stimme hörte. Langsam richtete sich mein Blick auf Lycaon. Seine Hände ruhten auf meinen Schultern, seine Berührung war ruhig und vertraut. Ich brauchte einige Augenblicke, ehe mein Verstand begriff, dass ich nicht mehr dort war. Mein Schlafzimmer. Mein eigenes Bett. Die vertrauten Wände meines Hauses. Ich atmete tief ein und bemerkte erst jetzt, dass die Schmerzen verschwunden waren. Vorsichtig bewegte ich einen Arm, dann den anderen. Meine Rippen schmerzten nicht mehr. Selbst die tiefen Schnitte an meinen Handgelenken waren verschwunden. Verwundert sah ich auf meine Hände, drehte sie langsam und schüttelte ungläubig den Kopf. Das... ist unmöglich, murmelte ich leise und hob den Blick wieder zu ihm. Vor ein paar Stunden konnte ich kaum noch atmen. Mein Blick glitt über sein Gesicht. Erst jetzt fiel mir auf, dass er noch immer neben mir saß. Er war nicht gegangen. Er hatte die ganze Zeit auf mich aufgepasst. Ein warmes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus. Langsam hob ich meine Hand und legte sie über seine, die noch immer meine Schulter berührte. Du bist die ganze Zeit hier geblieben. Es war keine Frage. Ich konnte es an seinen Augen erkennen. Ich lächelte schwach und schüttelte den Kopf. Du hättest dich ausruhen sollen. Meine Stimme war noch etwas rau, doch sie klang deutlich kräftiger als zuvor. Ich setzte mich langsam auf die Bettkante und wartete einen Moment. Kein Schwindel. Kein Schmerz. Es fühlte sich an, als wäre die gesamte Nacht nur ein Albtraum gewesen. Nur die zerrissene Kleidung, die ordentlich über einem Stuhl lag, erinnerte daran, dass alles tatsächlich passiert war. Ich fuhr mir durch die Haare und stieß leise die Luft aus. Sie haben wirklich geglaubt, sie könnten mich dazu zwingen, mein gesamtes Lebenswerk zu unterschreiben. Ein bitteres Lächeln huschte über meine Lippen. Wenn sie gewusst hätten, dass sie sich damit ausgerechnet mit dir anlegen würden, wären sie vermutlich gar nicht erst auf die Idee gekommen. Ich sah ihn wieder an und mein Blick wurde weicher. Ich ließ meine Finger sanft über seinen Handrücken gleiten. Eines weiß ich mit absoluter Sicherheit. Ich hielt seinem Blick stand und lächelte aufrichtig. In dem Moment, in dem ich dachte, alles verloren zu haben, warst du derjenige, der gekommen ist. Nicht weil du es musstest. Sondern weil du es wolltest. Ich atmete ruhig aus und schüttelte leicht den Kopf. Ich habe mein ganzes Leben geglaubt, ich müsste immer derjenige sein, der andere beschützt. Meine Mitarbeiter. Mein Unternehmen. Die Menschen, die mir wichtig sind. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass diesmal jemand sein eigenes Leben riskiert hat, um meines zu retten. Für einen Moment wurde es still. Dann hob ich meine freie Hand und strich ihm vorsichtig eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht Danke!  nun war ich es der sich vorbeugte um ihn zu küssen, aber kaum lagen unsere lippen aufeinander klingelte mein handy, ich sah auf die nummer und seufzte, als ich sah das SIE es war. Entschudlige mich Einen kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken, den Anruf einfach zu ignorieren, doch ich wusste genau, dass sie dann keine Ruhe geben würde. Also nahm ich ab. Ja? Mehr brachte ich gar nicht heraus. Ja? Ist das wirklich alles, was dir einfällt?, fuhr sie mich sofort an. Weißt du eigentlich, wie oft ich versucht habe, dich zu erreichen? Stundenlang! Niemand wusste, wo du bist. Deine Assistentin konnte mir nichts sagen, dein Fahrer wusste angeblich auch nichts und du gehst einfach nicht ans Telefon! Ich schloss für einen Moment die Augen. Evelyn... Nein, lass mich ausreden. Morgen ist ein Termin mit den Vorständen und heute verschwindest du einfach. Ist dir eigentlich bewusst, was das für einen Eindruck macht? Die Presse wartet nur darauf, dass irgendein Gerücht auftaucht. Ich fuhr mir müde durch die Haare. Ich hatte wichtigere Probleme. Wichtiger als deine Verlobte? Wichtiger als deine Firma? Ihre Stimme wurde immer schärfer. Manchmal frage ich mich wirklich, ob dir überhaupt klar ist, dass wir in wenigen Monaten heiraten sollen. Du meldest dich nicht, du sagst nichts ab und ich darf mir den ganzen Abend Sorgen machen. Ich ließ sie einen Moment reden, ehe ich ruhig antwortete. Ich wurde entführt, Evelyn. Am anderen Ende herrschte für zwei Sekunden Schweigen. Dann atmete sie hörbar aus. Kael... bitte. Nicht heute. Ich habe wirklich keine Nerven für schlechten Humor. Ich blinzelte irritiert. Das ist kein Scherz. Ach wirklich? Und wer soll dich entführt haben? Irgendwelche Konkurrenten? Das klingt wie aus einem billigen Actionfilm. Ich spürte, wie sich mein Kiefer anspannte. Es waren Investoren. Sie wollten mich zwingen, Firmenanteile und Vollmachten zu unterschreiben. Wieder entstand eine kurze Pause. Und trotzdem klingst du erstaunlich fit. Ihre Stimme hatte inzwischen einen misstrauischen Unterton angenommen. Wenn das wirklich passiert wäre, wärst du längst im Krankenhaus und nicht zu Hause. Ich sah kurz zu Lycaon hinüber und schüttelte kaum merklich den Kopf. Ich bin zu Hause. Dann schick mir ein Foto. Ich runzelte die Stirn. Ein... Foto? Ja. Wenn du angeblich entführt und zusammengeschlagen wurdest, dann zeig es mir. Oder erzählst du mir das nur, weil du wieder irgendeinen Vorwand brauchst? Ich schwieg. Nicht, weil ich keine Antwort hatte, sondern weil ich gerade nicht glauben konnte, was ich da hörte. Nach allem, was in den letzten Stunden passiert war, war ihre erste Reaktion kein 'Geht es dir gut?', sondern Zweifel. Schließlich sprach ich ruhig weiter. Ich hatte heute Nacht wirklich andere Sorgen, als Beweise für dich zu sammeln. Du weichst der Frage aus, erwiderte sie kühl. Ganz ehrlich, Kael, ich habe langsam das Gefühl, dass du mir etwas verschweigst. Du benimmst dich merkwürdig. Ich schloss erneut die Augen und atmete langsam aus. Darüber reden wir ein anderes Mal. Nein, reden wir nicht. Ich komme jetzt vorbei. Sofort richtete ich mich etwas auf. Nein. Sie schwieg kurz. Wie bitte? Heute nicht, Evelyn. Meine Stimme blieb ruhig, aber sie ließ keinen Widerspruch zu. Ich bin erschöpft und möchte allein sein. Wieder entstand Stille am anderen Ende der Leitung. Als sie schließlich sprach, klang ihre Stimme deutlich kälter als zuvor. Du bist also lieber allein, als dass deine Verlobte nach dir sieht. Das sagt eigentlich schon alles. Ohne eine weitere Antwort abzuwarten, legte sie auf. Ich starrte noch einige Sekunden auf das dunkle Display, ehe ich das Handy langsam sinken ließ und leise ausatmete meine Hände massierten die mitte meines Nasensbein, den Stress konnte ich nun wirklich nicht gebrauchen.
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Am Ende wirst du mir gehören - von Lycaon Vaelmont - 07-20-2026, 02:27 PM
RE: Am Ende wirst du mir gehören - von Kael Draven Ashcroft - 07-21-2026, 10:48 PM

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