07-11-2026, 07:42 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Im nächsten Augenblick riss mich eine völlig andere Schwingung aus diesem Moment. Ich drehte erschrocken den Kopf und sah, wie Kairas zusammenbrach. Die Schattenklänge breiteten sich aus wie lebendige Dunkelheit, krochen über seinen Körper und erfüllten die Ruinen mit einem Kreischen, das selbst mich zusammenzucken ließ. Ich spürte sofort, dass dies keine gewöhnliche Dissonanz war. Sie litten ebenso sehr wie er. Ohne nachzudenken trat ich näher, blieb jedoch einen kleinen Schritt hinter Elira und Caelis stehen. Ich wollte sie nicht stören. Stattdessen kniete ich mich langsam hin und beobachtete die schwarzen Klangfäden. Früher hätte ich Angst vor ihnen gehabt. Jetzt sah ich etwas anderes. Sie wirkten nicht böse. Sie wirkten verloren.
Vorsichtig hob ich meine Hände vor meine Brust. Ich schloss die Augen und ließ mein Sternenlicht langsam zwischen meinen Fingern entstehen. Es war nur ein sanfter Schimmer, kaum heller als das Licht einer einzelnen Sternschnuppe. Ich wagte nicht, Kairas direkt zu berühren. Seine Klänge gehörten ihm. Aber ich konnte die Dunkelheit um ihn herum mit etwas Ruhe erfüllen.
Das Licht glitt lautlos zwischen Eliras goldenen Klangfäden und Caelis' violetten Resonanzen hindurch. Es legte sich nicht über die Schatten, sondern zwischen sie, wie kleine Sterne am Nachthimmel. Kein Kampf. Kein Zwang. Nur stille Orientierung.
Ich sah Kairas an und wünschte mir mehr als alles andere, ihm Mut zusprechen zu können. Instinktiv öffnete ich leicht die Lippen.
Kein Laut. Sofort zog ich erschrocken die Luft ein und senkte den Blick wieder. Mein Herz begann schneller zu schlagen. Die alte Angst war sofort zurück. Vielleicht... vielleicht war meine Stimme doch noch fort. Ich presste die Lippen aufeinander und schloss für einen Moment die Augen. Statt es erneut zu versuchen, legte ich eine Hand auf mein Herz. Mein Sternenlicht wurde ein wenig heller und floss weiter ruhig zwischen die tobenden Klänge Du bist nicht allein, formte ich den Gedanken, ohne Worte, nur durch meine Melodie.
