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Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten
07-11-2026, 06:53 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Mein Lächeln verschwand augenblicklich, als Kairas zusammensackte. Noch bevor er den Boden vollständig berührte, war ich bei ihm und fing ihn auf. Sofort spürte ich, was geschehen war. Es waren nicht seine Verletzungen. Nicht die Bannrunen und auch nicht die Erschöpfung. Seine Schattenklänge waren außer Kontrolle geraten. Während sie so lange von seiner Seele getrennt gewesen waren, hatten sie sich verändert. Sie waren gewachsen, hatten sich mit der gewaltigen Klangstille des Gefängnisses vermischt und fanden nun den Weg zurück in einen Körper, der sie kaum noch fassen konnte. Ich legte eine Hand an seine Brust und die andere an seine Wange. Kaum berührte ich ihn, traf mich das Kreischen seiner Dissonanz wie ein Messer. Es war kein Klang mehr, sondern pures Leid. Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Kairas..., flüsterte ich und strich ihm sanft über die Wange. Schau mich an. Ich wusste, dass ich die Schattenklänge nicht beherrschen konnte. Niemand außer ihm konnte das. Doch ich kannte ihre Melodie. Ich kannte jede einzelne Schwingung seiner Seele, weil sie seit so vielen Jahren mit meiner verbunden war. Langsam schloss ich die Augen und begann erneut zu summen. Diesmal war es keine gewaltige Resonanz, keine Kraft, die Mauern einstürzen ließ. Es war die Melodie, die ich immer nur für ihn gesungen hatte. Die Melodie, mit der ich ihn nach Albträumen beruhigt hatte, mit der ich seine Dissonanz schon unzählige Male wieder ins Gleichgewicht geführt hatte. Meine Klangfäden legten sich vorsichtig um ihn. Nicht, um die Schatten zurückzudrängen, sondern um ihnen den Weg zu zeigen. Ich suchte nicht den Kampf gegen sie. Ich suchte den Kairas, den sie ihr Zuhause nannten. Ihr gehört zu ihm, flüsterte ich mit geschlossenen Augen. Nicht gegen ihn.
Ich spürte, wie die schwarzen Schatten über seine Arme krochen, hörte ihr Zischen und ihr unruhiges Kreischen. Sie wollten nicht gehorchen. Sie waren verletzt. Eingesperrt gewesen. Voller Wut und Schmerz. Langsam ließ ich meine Stirn gegen seine sinken und verband meine eigene Frequenz mit seiner. Meine Kraft war noch immer geschwächt, doch das spielte keine Rolle.
Ihr müsst nicht kämpfen, sagte ich leise weiter, obwohl ich nicht wusste, ob ich zu Kairas oder zu seinen Schatten sprach.  Ich spürte, wie seine Brust unter meiner Hand immer heftiger bebte. Jeder Herzschlag ließ seine Dissonanz aufschreien und auch mein eigener Körper begann unter der Belastung zu zittern. Trotzdem wich ich keinen Zentimeter von ihm zurück. Wenn seine Schatten ihn jetzt zu verschlingen drohten, würde ich ihn nicht allein damit lassen. Vorsichtig umfasste ich sein Gesicht mit beiden Händen und öffnete die Augen, bis sich unsere Blicke trafen. Atme mit mir Nicht gegen sie. Mit ihnen. Du hast mir einmal gesagt, dass selbst Schatten ihren eigenen Rhythmus besitzen. Dann hör auf ihn. Sie kennen deine Seele genauso gut wie ich. Meine Finger strichen sanft über seine Wangen, während meine Stimme ruhig weitersummte. Es war keine mächtige Magie mehr. Es war einfach ich. Die Melodie, die ihn seit unserer ersten Begegnung begleitet hatte. Die Melodie, die ihn immer wieder nach Hause geführt hatte. Und ich hoffte mit jeder Faser meines Herzens, dass sie ihn auch dieses Mal erreichen würde.
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RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - von Elira Yena Amezaw - 07-11-2026, 06:53 PM

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