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Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten
07-11-2026, 11:14 AM
Szeneninformationen
Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich spürte den Moment, in dem die Ketten ihre Macht verloren. Die Magie, gegen die ich mich mit aller Kraft gestemmt hatte, brach in sich zusammen und die Runen, die eben noch wie lebendige Wesen gewirkt hatten, zerfielen zu grauem Staub. Mein Blick suchte sofort Kairas. Als er zu Boden stürzte, wollte ich schon zu ihm laufen, doch ich sah, wie seine Schattenklänge zu ihm zurückkehrten. Sie tobten noch immer unruhig um ihn, als würden sie selbst erst begreifen müssen, dass sie endlich wieder frei waren. Ich atmete erleichtert aus und ließ meine eigene Magie langsam verebben. Der ewige Winter zog sich zurück, die goldenen Wurzeln lösten sich auf und hinterließen nur noch feine Lichtpartikel in der Luft. Dann sah ich, wie Kairas zu Elira und Caelis ging. Einen Augenblick blieb ich einfach stehen und beobachtete die drei. Nach all den Schmerzen, den Jahren der Trennung und der Hoffnung, die sie nie aufgegeben hatten, standen sie endlich wieder zusammen. Es war ein Anblick, der selbst mein Herz schwer werden ließ. Unwillkürlich musste ich lächeln, obwohl mir Tränen über die Wangen liefen. Kein Wesen sollte jemals erleben müssen, was diese Familie durchgestanden hatte. Umso mehr hatten sie diesen Moment verdient. Ich trat langsam näher, ohne ihre Wiedervereinigung zu stören. Meine Augen ruhten kurz auf Caelis. Trotz allem, was man ihm genommen hatte, war in seinem Blick noch immer Wärme. Das allein sprach für die Liebe, mit der Elira und Kairas ihn einst erfüllt hatten. Niemand konnte so etwas vollständig zerstören. Erst dann hob ich den Blick zu der gewaltigen Gestalt, die sich über den Ruinen erhob. Selbst jetzt fiel es mir schwer, seine Präsenz in Worte zu fassen. Es fühlte sich an, als würde ich gleichzeitig in den Nachthimmel und in die Geburtsstunde der Sterne blicken. Meine Magie schwieg vollkommen. Nicht aus Furcht, sondern aus Ehrfurcht. Zum ersten Mal verstand ich wirklich, weshalb selbst die ältesten Legenden seinen Namen nur flüsternd erwähnten.
Ich neigte respektvoll den Kopf. Danke sagte ich leise. Es waren einfache Worte, doch mehr brauchte es nicht. Ohne sein Eingreifen wären wir alle heute gefallen. Als Astraeon sich schließlich dem Sternenkind zuwandte, blieb ich still. Ich hatte das Gefühl, Zeugin eines Moments zu sein, der weit älter war als unsere Welt. Für einen Augenblick rückten selbst unsere eigenen Sorgen in den Hintergrund. Ich trat wieder an Aureons Seite, suchte seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Erst jetzt ließ ich die Erschöpfung zu, die meinen Körper durchzog. Mein Blick glitt noch einmal zu Elira, Kairas und Caelis. Trotz der Ruinen, trotz der Verwüstung und trotz der Gewissheit, dass Nathair entkommen war, empfand ich etwas, das ich lange nicht mehr gespürt hatte. Hoffnung und Zukunft und das mit ihm zusammen.
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RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - von Elysara Veyrathis - 07-11-2026, 11:14 AM

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